Heute ist ein historischer Tag für mich: Mein erstes eigenes Buch – meine Autobiografie – ist seit heute Mittag öffentlich verfügbar, zunächst als Hardcover im Buchshop von BoD (Books on Demand). Es ist nun in den wichtigen Großhandelskatalogen gelistet, was vor allem für Buchhandlungen entscheidend ist. Nach nur wenigen Tagen ist mein Titel in über 1.000 Online-Buchshops verfügbar und kurze Zeit später in 6.000 Buchhandlungen bestellbar.
Die Konvertierung zum eBook wird etwa 2–4 Wochen in Anspruch nehmen. Danach sind beide Varianten (Hardcover und eBook) im Handel erhältlich.
Schon vor etwa 15 Jahren trug ich den Wunsch in mir, ein eigenes Buch zu schreiben – und zwar über Krafttraining. Nach meinen unerwarteten Erfolgen auf der Bodybuilding-Bühne hielt ich mich für kompetent genug, darüber zu schreiben. Doch je mehr Bücher ich zu diesem Thema las, desto klarer wurde: Mir fehlte die zündende Idee, mit einem weiteren Titel wirklich einen Mehrwert zu liefern – also etwas, das nicht schon irgendwo stand. Schließlich verwarf ich den Plan, bloggte stattdessen und schrieb nur unregelmäßig in mein Tagebuch.
2018 tauchte dann zum ersten Mal der Gedanke an eine Autobiografie auf. Die Autorensoftware „Scrivener“ beschaffte ich mir und begann zu schreiben, beziehungsweise Ideen zu sammeln. Drangeblieben bin ich dennoch nie. Mein Leben erschien mir noch zu unvollständig, um daraus ein Buch zu machen, und neben Arbeit, Familie und Sport fehlte die Zeit, kontinuierlich daran zu arbeiten. Gleichzeitig wuchs in dieser Phase mein Fundament: Biografien und Fachbücher übers Schreiben las ich nun regelmäßig. Evtl. verfasse ich darüber noch einen eigenen Beitrag.
Kurz vor meinem Eintritt in den Ruhestand im Dezember 2024 stand die Autobiografie – neben einem Marathon, den ich im Oktober 2025 laufen wollte (und erfolgreich gelaufen bin) – ganz oben auf meiner Wunschliste für die Zeit nach meinem Arbeitsleben bei Viessmann. Doch zuerst musste der Garten in Ordnung gebracht werden, den ich jahrelang vernachlässigt hatte. Nach dem letzten Kahlschlag war ein kleiner Urwald entstanden. Im Juli war der Garten (für meine Verhältnisse) wieder tipptopp: Büsche geschnitten, Bäume gefällt, neu gepflanzt und Holz zu Brennholz gespalten, gesägt und eingelagert.
Dann gehörte die Zeit dem Buchprojekt. Als erstes löschte ich meinen alten Blog (Randonneurimi.de), nachdem die wichtigsten Beiträge gesichert waren. Auf der neuen Domain Imis-Blog.de erschienen sie in überarbeiteter Fassung – als Schreibübung – erneut, als Serie „Meine sportliche Vita“.
(einige Beiträge habe ich auf dem Blog mit Erscheinen des Buches deaktiviert, somit nicht mehr öffentlich sichtbar)
Die Blogbeiträge waren die Basis für das Buch, allerdings nur die halbe Miete, denn ich wollte nicht nur über den Sport schreiben, sondern über mein ganzes Leben von Kind an. Nur: Dokumentiert war davon nichts. Was würde mir überhaupt wieder einfallen? Reicht das für eine Autobiografie, oder bleibt am Ende zu viel lückenhaft? Mit unzähligen Zeitzeugen wollte ich auf keinen Fall sprechen; diesen Aufwand scheute ich. Also begann ich ganz vorn, schrieb auf, an was ich mich noch erinnerte, fragte hin und wieder meine Mutter sowie ein paar Freunde und blätterte mich durch alte Bilder.
Parallel stand die Grundsatzfrage im Raum: chronologisch oder nach Themen sortiert? Es sollte kein Fachbuch und kein Nachschlagewerk werden, sondern ein Text, der sich flüssig liest.
Nach etwa sechs Wochen täglichen Schreibens – bis zu zehn Stunden am Tag, manchmal mehr – lag das erste Manuskript vor. Im Copyshop ließ ich einige Exemplare drucken und binden; weitere verschickte ich als PDF. Sie gingen an ausgewählte Testleser, verbunden mit der Bitte um konkretes Feedback. Dazu gehörte auch ein Fragebogen, der die Rückmeldungen strukturieren sollte.
Diese erste Testleser-Runde war die wichtigste für die Struktur des Buches. Einige Themen (zum Beispiel den Beruf) standen zunächst als eigener Block im Manuskript – und erzeugten damit einen chronologischen Bruch. Im nächsten Schritt wurden alle Themen chronologisch miteinander verwoben, die Kapitelzahl deutlich reduziert und der Lesefluss dadurch spürbar verbessert.
Das nächste Manuskript ging erneut an Testleser, darunter ein sehr guter Freund und Vielleser. Insbesondere sein Feedback ließ das Buch inhaltlich noch einmal um zirka siebzig Seiten wachsen – und machte es spürbar besser. Meine Testleser machten sich entweder die Mühe, ein ausführliches schriftliches Feedback zu verfassen oder gaben mir mündliche Rückmeldungen. Das war Gold wert und half mir, das Manuskript Schritt für Schritt zu verbessern.
Und dann kam der Teil, den vermutlich kein Autor umgehen kann: das wiederholte Lesen. Ich selbst ging das Manuskript bestimmt zwanzigmal durch und entdeckte jedes Mal Fehler und Schwachstellen – aber von Durchgang zu Durchgang wurden es weniger. Als ich inhaltlich sehr zufrieden war und auch meine Frau positives Feedback gegeben hatte, gab ich das Korrektorat bei BoD in Auftrag, damit Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung professionell geprüft werden. Mit dem korrigierten Manuskript entstand anschließend der finale Buchsatz in Eigenregie. Danach folgte ein finales Exemplar mit dem endgültigen Cover. Als auch das passte, ging das Buch – nach ein paar kleineren Korrekturen – in die Veröffentlichung. Und ehrlich gesagt hatte ich nicht mehr damit gerechnet, dass es in diesem Jahr noch im Buchhandel öffentlich verfügbar sein würde.
Nach etwa fünf Monaten intensiver und erfüllender Schreibarbeit kann ich das sagen, was mir beim Ötztaler Radmarathon in 2024 nicht gelungen war: „Ich hatte einen Traum und habe ihn mir erfüllt“. Ein sehr geiles Gefühl, mein eigenes Buch in den Händen zu halten!
Ich freue mich riesig und bin natürlich gespannt, wie viele Menschen mein Buch lesen werden und wie es ihnen gefällt. Ein paar wenige wirklich erfreuliche und sehr positive Rückmeldungen sind bereits eingetroffen – und sie stimmen mich zuversichtlich, dass es auch weiteren Leserinnen und Lesern gefallen wird.
Geplant sind im Frühjahr 2026 öffentliche Lesungen, die durch zwei Buchhandlungen in Frankenberg organisiert werden. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf.
🏃♂️ Michael aka Imi
Leidenschaftlicher Läufer, Radfahrer und Kraftsportler aus Frankenberg an der Eder.
Immer auf der Suche nach neuen sportlichen Herausforderungen – und mit Freude dabei, Erinnerungen zu bewahren und zu teilen.