Nach Frankfurt ist vor Hamburg und Dorsten: Challenge 2026 – Ultramarathon

Bereits während meiner Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon stellte sich für mich die Frage, wie es danach weitergehen soll. Ohne ein Ziel vor Augen fehlt mir der innere Antrieb für kontinuierliches Training. Nach dem Marathon habe ich bis heute gefaulenzt – und das war in Ordnung. Diese Erholung hatte sich mein Körper nach sieben Monaten konsequenten Trainings verdient.

Ich habe diese Auszeit bewusst genutzt. Während der Holzofen wohltuende Wärme spendete, habe ich mit beiden Hunden gemütlich auf dem Sofa gelegen, meine Autobiografie fertiggestellt und zum Korrekturlesen an den Verlag (BoD) geschickt – außerdem ein paar angefangene Bücher endlich zu Ende gelesen.

Jetzt bin ich bereit – körperlich erholt und motiviert, mich neuen Herausforderungen zu stellen. Aus den vielen Ideen für nächstes Jahr, die mir schon vor Frankfurt durch den Kopf gingen, habe ich mich für zwei Events in 2026 entschieden. Ich werde mich weiterhin auf Laufen und Krafttraining fokussieren. Radfahren und Schwimmen werden als Ausgleichstraining eine untergeordnete Rolle spielen.

Der Hamburg-Marathon stand schon lange auf meiner Wunschliste. Viele bezeichnen ihn als den schönsten Deutschlands – und weil die quälenden letzten Kilometer von Frankfurt inzwischen verblasst sind, wird Hamburg am 26. April 2026 mein nächster. Startplatz und Hotel sind längst gebucht und zum Glück habe ich beides nicht vorschnell storniert. Dieses Mal geht es mir nicht um eine bestimmte Zeit. Ich will die Strecke erleben, die Stimmung aufsaugen und das Laufen genießen. Außerdem ist Hamburg der perfekte Schritt auf dem Weg zu meinem zweiten Ziel: dem 24-Stunden-Lauf in Dorsten. Die Faszination Ultramarathon lässt mich einfach nicht los, gerade weil mir die letzten zwölf Kilometer in Frankfurt so schwergefallen sind. Ich möchte wissen, wie weit ich meine Grenzen noch verschieben kann, physisch und mental.  Ein 24-Stunden-Lauf ist der ideale Einstieg – man läuft Runde für Runde (in Dorsten 969 m lang), so oft wie man will oder kann. Bei Bedarf legt man Pausen ein, erholt sich oder lässt sich massieren. Es gibt kein klassisches Scheitern, man tastet sich an die eigene Grenze heran und steigt aus, wenn sie erreicht ist. Mein Freund Bernd wird mich nach Dorsten begleiten, den Support übernehmen und mich anfeuern. 

Heute habe ich die Lethargie überwunden und bin zum ersten Mal seit Frankfurt wieder gelaufen – gemeinsam mit meinem Hund, entspannt, hügelig, fünf Kilometer. Ein kleiner Schritt, aber ein Anfang. Ab morgen trainiere ich wieder strukturiert nach Plan – 24 Wochen bis Hamburg und 35 Wochen bis Dorsten.


Michael aka Imi

🏃‍♂️ Michael aka Imi

Leidenschaftlicher Läufer, Radfahrer und Kraftsportler aus Frankenberg an der Eder.
Immer auf der Suche nach neuen sportlichen Herausforderungen – und mit Freude dabei, Erinnerungen zu bewahren und zu teilen.

Keinen Beitrag mehr verpassen?

Trag Dich ein und erhalte die neusten Beiträge automatisch per EMail!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert