Es sind noch exakt 15 Wochen oder 105 Tage bis zum Frankfurt-Marathon. Deshalb passte es perfekt, dass heute der Dodenauer Volkslauf stattfand. Übrigens meine erste Teilnahme.
Ich hatte mich zunächst für den Halbmarathon angemeldet, mich dann aber doch noch mal für den 10 km-Lauf umentschieden – und das war eine gute Entscheidung. Passte einfach besser zur aktuellen Form! Einen Halbmarathon laufe ich im August oder September, aber da bin ich mir noch nicht sicher.
Rennverlauf
Das war heute mal wieder ein richtig geiler Wettkampf, denn es lief alles nach Plan – sogar besser!
Wie vor jedem Wettkampf spürte ich bereits am Abend vorher das Kribbeln im Bauch und bereitete mich mental auf den Lauf vor. Heute Morgen bin ich schon um 5:30 Uhr raus aus dem Bett, denn ich brauche vor Wettkämpfen immer genügend Zeit, um mich – nach meiner Einschätzung – noch vollständig zu entleeren. Zwei Reiswaffeln und zwei Tassen Kaffee sollten heute genügen, denn die Speicher waren noch ausreichend gefüllt vom letzten Abendessen.
Das Wetter war okay: bewölkt, ca. 20 °C beim Start um 10 Uhr. Eingeschmiert mit Sonnencreme, lief ich zum ersten Mal wieder in meinem alten Singlet, in dem ich 2013 meinen ersten Frankfurt-Marathon absolviert hatte. Seitdem lag es auf dem Dachboden in einer Kiste.
Als Zielzeit hatte ich mir um die 50 Minuten vorgenommen, insgeheim hoffte ich aber auf eine 49er-Zeit. Die flache Wendepunktstrecke kannte ich bereits vom Radfahren – sie ist super zu laufen. Ich hatte mir eine Pacing-Strategie zurechtgelegt: die ersten 2–3 km in ca. 5:05 min/km, die nächsten 4 km in ca. 4:50 min/km, und die letzten 3 km noch einmal alles geben.
Mein Puls ging beim Starten gleich auf Anschlag – vermutlich eine Fehlmessung. Kurz danach pendelte er sich bei 165–170 bpm ein. Also definitiv kein lockeres Laufen, sondern direkt an der Grenze zur Komfortzone. Aber ich fühlte mich gut, und die Kilometer flogen nur so dahin.
Am Wendepunkt hatte ich noch genügend Reserven, obwohl sich mein Puls der 180er-Marke näherte. Deshalb behielt ich mein Tempo bei und erhöhte es sogar noch leicht. Nach ungefähr 6 km sah ich einen ehemaligen Arbeitskollegen (ebenfalls AK60) ca. 200 m vor mir. Der Abstand verkürzte sich sukzessive und bald war ich direkt hinter ihm. Ich setzte mir als Ziel, ihn auf dem letzten Kilometer noch zu überholen – das pushte mich natürlich!
Am Ende des ehemaligen Bahntunnels war es soweit: Ich erhöhte die Pace signifikant auf 4:25 min/km, setzte zum Überholen an – und war vorbei. Das Ziel war nicht mehr weit. Aus den Lautsprechern im Zielbereich hörte ich bereits meinen Namen, und wenige Sekunden später drückte ich nach 48:51 Minuten bei einem Puls von 186 die Stopptaste meiner Garmin-Uhr.
Fazit
Das war mal wieder ein grandioses Gefühl, eine Zielzeit zu erreichen – oder sogar zu unterbieten. Wettkämpfe sind das Salz in der Suppe eines Läufers. Das wurde mir heute wieder bewusst. Deshalb freue ich mich umso mehr auf Frankfurt.
Mit der heutigen Zeit werde ich meinen Trainingsplan für Frankfurt neu justieren und schauen, was ich bis dahin noch aus meinem Körper rauskitzeln kann.
Ergebnisübersicht
📏 Distanz: 10,1 km
⏱ Zeit: 48:49 min (offiziell)
⚡ Pace: 4:51 min/km
💓 Ø Herzfrequenz: 174 bpm (94 % HFmax)
🔺 Max. HF: 186 bpm (100 %)
👟 Schuhe: Altra Vanish Carbon 2

| Distanz | Pace | Ø-HF |
|---|---|---|
| 1,00 km | 5:03 | 167 |
| 2,00 km | 4:55 | 164 |
| 3,00 km | 5:05 | 168 |
| 4,00 km | 5:01 | 172 |
| 5,00 km | 4:54 | 174 |
| 6,00 km | 4:46 | 177 |
| 7,00 km | 4:46 | 179 |
| 8,00 km | 4:48 | 179 |
| 9,00 km | 4:51 | 181 |
| 10,00 km | 4:25 | 183 |
| 10,06 km | 4:14 | 184 |
| Ø | 4:51 | 174 |
🥇 Platzierungen:
- Gesamt Männer: 21 von 48
- AK60: 5 von 9