Wahre Motivation kommt bekanntlich von innen – und genau davon habe ich mir heute eine ordentliche Portion geholt. Spontan, ohne große Ankündigung, beschloss ich gestern, in Pohlheim – dort, wo ich vor drei Jahren mein Halbmarathon-Debüt gegeben habe – meine persönliche Bestzeit anzugreifen. Kurz kam mir der Gedanke, einfach im MRT zu laufen. Aber ehrlich: Für lockeres Tempo fahre ich keine 150 km durch die Gegend.
Das Wetter war traumhaft: strahlender Sonnenschein, rund 6 °C. Die Kleiderwahl passte perfekt – kurze Tight, Kompressionstrümpfe, oben Langarmshirt und eine hauchdünne Radweste.
Wie so oft ließ ich mich nach dem Startschuss mitreißen und war zunächst zu schnell unterwegs – zumindest laut Anzeige meiner Fenix. Ich drosselte das Tempo etwas und genoss die herrliche Atmosphäre. In so einer Umgebung läuft es sich einfach besser und schneller als allein auf heimischem Asphalt, noch dazu in der Dunkelheit mit Stirnlampe.
Immer wieder suchte ich mir kleine Grüppchen, ließ mich mitziehen und merkte an den Anstiegen, dass es mir leichter fiel als den anderen, das Tempo zu halten. Offenbar zeigt hier mein Hügeltraining Wirkung. Dieses Spiel wiederholte sich mehrfach, und so arbeitete ich mich langsam, aber stetig nach vorne.
Etwa bei Kilometer 15 überholte ich die letzte Frau vor mir – damit war ich sicher, vor der schnellsten Dame ins Ziel zu kommen. Es war ein hartes Stück Arbeit, doch meine Beine hielten durch, und mein Wille, eine neue Bestzeit zu laufen, war so stark, dass ich am Ende sogar nochmal das Tempo anzog. Den Endspurt gegen einen „Jungspund“ verlor ich zwar, aber das konnte meine Freude nicht trüben.
Laufdaten
📅 Datum: 07.02.2015
🏃♂️ Distanz: 21,1 km
⏱️ Zeit: 1:33:25 h
📏 Ø‑Pace: 4:26 min/km
⛰️ Höhenmeter: +234 m
🌤️ Wetter: 6°C, sonnig
👟 Schuhe: Adidas adios adizero boost
🏅Platz 7 AK 60 (44. Gesamt)
Fazit
Ein absolut geiles Gefühl, wieder Wettkampfluft geschnuppert zu haben – und das mit einer Zeit, die meine Erwartungen übertroffen hat. So kann die Winterlaufsaison weitergehen!
Michael aka Imi